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	<title>A N S C H L A G &#187; Archivarien</title>
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		<title>Fragment zur Liebe (f&#252;r M.T.)</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 20:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M.T.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivarien]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Mund findet und ergreift Lippen, die nicht ihm geh&#246;ren und netzend, n&#228;ssend erlaube ich Feuchte aufzusteigen. Der Sumpf. Die Nehrung. H&#228;ndlings erreiche ich die Beuge deines Arms und an tiefer dellig sich w&#246;lbenden Pl&#228;tzen lockern sich Muskel, erw&#228;rmen umliegendes Fleisch und das Lager.
Ich denke an nichts, habe alle Worte verloren.
Gluthei&#223; durchf&#228;hrt es meine Finger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Mund findet und ergreift Lippen, die nicht ihm geh&#246;ren und netzend, n&#228;ssend erlaube ich Feuchte aufzusteigen. Der Sumpf. Die Nehrung. H&#228;ndlings erreiche ich die Beuge deines Arms und an tiefer dellig sich w&#246;lbenden Pl&#228;tzen lockern sich Muskel, erw&#228;rmen umliegendes Fleisch und das Lager.</p>
<p>Ich denke an nichts, habe alle Worte verloren.</p>
<p>Gluthei&#223; durchf&#228;hrt es meine Finger, Mund und ein Stich als du dich abwendest: Diese Hand soll hier nicht sein. Diese Hand geh&#246;rt abgehackt. Diese Lippen d&#252;rfen dich nicht liebkosen. Diese Lippen geh&#246;ren wegge&#228;tzt. Dieses Herz darf hier nicht beben. Dieses Gef&#252;hl geh&#246;rt ausgebrannt. Geh&#246;ren diese Menschen hier vereint?</p>
<p>H&#228;tte wenn aber, ersparen wir uns das! Solch d&#252;rre Weide macht den Hasen nicht fett. Rot – schwarz – gr&#252;n. Die Schlange, z&#252;ngelnd den finalen Biss einleitend, l&#228;chelt das Kaninchen an.</p>
<p>Ich merke nichts mehr eine Weile, dann geht ein Donner vor dem Fenster nieder und sein Vorl&#228;ufer Blitz, diesmal hintendran, erglei&#223;t das schn&#246;de Interieur, r&#252;ckt Kr&#252;ppel unter Lumpenhaufen nachthell auf die B&#252;hne verpasster M&#246;glichkeiten. Auf dem Theater f&#228;llt jetzt der Vorhang. Auf dem Bahnhof ert&#246;nt jetzt ein gellender Pfiff. Der gro&#223;e Putzer, der Zampano, greift Raum. Ich beobachte ihn, wie er seinen Besen hebt und hinwegfegt, was vage im Entstehen begriffen, einen Traum vorwegnehmend.</p>
<p>Sich abfinden. F&#252;r meine Liebe gibt es keinen Ort und keine Hoffnung und mit den Tagen werden die Phantasiewelten sich verschlie&#223;en. Zu dieser T&#252;r wurde ein Schl&#252;ssel nicht gefeilt.</p>
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		<title>vor dem Sturm</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M.T.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivarien]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Neuengamme 2009)
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><img class="size-large wp-image-46 aligncenter" title="IMGP0343sTTKlein" src="http://marta-tempel.de/files/2010/06/IMGP0343sTTKlein-1024x768.jpg" alt="IMGP0343sTTKlein" width="502" height="377" /></p>
<p style="text-align: center">(Neuengamme 2009)</p>
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		<title>ELFENBEIN</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 19:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M.T.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archivarien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Sommerabend im Reich der Trinker, eine Verbesserung war angesetzt, es sollte sch&#246;ner werden, Frauen sollten kommen, eine Katze war schon da. „Na Muschi&#8221;, beugt sich einer &#252;ber die Sessellehne und versucht N&#228;he zu dem Tier aufzubauen des Freundes wegen, und der Frauen wegen, sp&#228;ter. Der Versuch scheitert, muss scheitern. „Du hast halt keine Ahnung&#8221;, sagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Ein Sommerabend im Reich der Trinker, eine Verbesserung war angesetzt, es sollte sch&#246;ner werden, Frauen sollten kommen, eine Katze war schon da. „Na Muschi&#8221;, beugt sich einer &#252;ber die Sessellehne und versucht N&#228;he zu dem Tier aufzubauen des Freundes wegen, und der Frauen wegen, sp&#228;ter. Der Versuch scheitert, muss scheitern. „Du hast halt keine Ahnung&#8221;, sagt dann auch der Besitzer der Katze und der Wohnung. Schweigen. Man muss eine Verbindung herstellen, das ist allen klar, bevor die Zeit endg&#252;ltig &#252;berschritten ist und sich wieder einer aufh&#228;ngt. Auch im Baumarkt muss eine Entscheidung gef&#228;llt werden. Sch&#246;n ist vieles oder nichts, wenn man&#8217;s nicht kennt, und so wird ELFENBEIN gew&#228;hlt in Eimern, nur das Bier wird nicht reichen. </span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Die olle Tapete soll runter, der Gilb, der d&#252;nne Trinker weicht sie ein und der Schlichte fuhrwerkt mit dem Spachtel &#252;ber die Wand, schleudert schmoddrig stinkendes Papier durch das Zimmer und gegen den Kopf des Dicken. Es kommt zu einer Kabbelei auf dem Boden zwischen Farbeimern und aufgeweichter Tapete, aus welcher der schwere Trinker auf Grund seiner enormen Leibesf&#252;lle als Sieger herauskriecht, keuchend zwar, „aber immerhin&#8221;, sagt der D&#252;nne und holt sich aus dem K&#252;hlschrank eine Scheibe K&#228;se.</span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Elfenbein: eine gute Wahl, eine Kerze wird angez&#252;ndet, eine Serviette auf dem Tisch, Beine ausgestreckt. Hitzewellen erobern den Raum, der lethargisch daliegt in seiner Pracht, in den Schl&#228;fen der Trinker hat alles Pulsieren ein Ende. Vor dem Fenster bricht der Asphalt auf dem Parkplatz und aus den Wunden wuchert L&#246;wenzahn, den schn&#246;den Ort verzaubernd. Warten, man kann nichts erzwingen, es muss geschehen, so oder so.</span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Der schlichte Trinker greift zum Spachtel und &#246;ffnet sich das letzte Bier, w&#228;hrend auf der anderen Seite der Balkont&#252;r ein Regen hernieder geht und gleichzeitig verzweifelte Sonnenstrahlen d&#252;nnen Fingern gleich die scheu&#223;liche Landschaft abtasten und die K&#246;pfe auf dem Parkplatz zum Leuchten bringen. Sp&#228;ter dann wird der schwere Trinker noch mal losgehen nach Bieren und im Ende liegen sie da, verwelktes Geschlecht, verdorrt in Boden und abgrundtiefer Einsamkeit und r&#246;cheln im Schlaf. Die Muschi t&#228;nzelt &#252;ber Autod&#228;cher.</span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif">&#8211;</span></p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%">(2006. aber ich glaube, dieser wird wieder so ein Sommer.)</p>
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%">
<p style="margin-top: 0.49cm;margin-bottom: 0.49cm;line-height: 150%"><span style="font-family: Arial, sans-serif"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
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